Fu Kreisverband Konstanz
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10.02.2015, 19:00 Uhr | Übersicht | Drucken
Veranstaltung mit Kordula Kovacs (MdB) in Singen
Humanitäre Hilfe und Integration von Flüchtlingen

Veranstaltung mit Kordula Kovacs (MdB)


(von rechts: MdB Andreas Jung, Kreisvorsitzende FU Heike Kornmayer, MdB Kordula Kovac, stellv. Bezirksvorsitzende FU Veronika Netzhammer und Gast Christa Renic)
 
Singen - Öffentliche Informationsveranstaltung zum Thema „Humanitäre Hilfe und Integration von Flüchtlingen“ der Frauen Union im Kreis Konstanz
Auf Initiative der Kreisvorsitzenden Heike Kornmayer lud die Frauen Union des CDU Kreisverbandes Konstanz am Dienstag, den 10. Februar 2015 um 20:00 Uhr zu einer öffentlichen Veranstaltung und Diskussion in das Restaurant Jägerhaus in Singen ein.
Thema der gut besuchten Veranstaltung waren neben der Asylpolitik im Kreis auch die illegalen Wege, über die Flüchtlinge nach Deutschland gelangen.
Kordula Kovac (CDU), Bundestagsabgeordnete aus Wolfach (Ortenaukreis) und stellver-tretendes Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, berichtete ebenso wie Frau Ehlers-Khan, die im Landkreis Konstanz für die Koordination der Flüchtlingsunterbringung verantwortlich ist und kurzfristig für Herrn Egenhofer einge-sprungen war.
Einige Tage später erschien im Südkurier unter der Überschrift „Flüchtlingsbetreuung bewegt – Frauen-Union informiert sich über Asyl-Situation“ die in Auszügen folgende Berichterstattung. Der Südkurier schrieb: „Die steigende Zahl von Asylbewerbern, die nach Deutschland kommen, beschäftigt nicht nur die Politiker. Viel geleistet wird im Landkreis Konstanz in den letzten Monaten von der unteren Aufnahmebehörde….Das wurde bei einer Veranstaltung des Kreisverbandes der CDU-Frauenunion in Singen vor wenigen Tagen deutlich…. Im Landkreis Konstanz hat sich die Zahl der Flüchtlinge in den letzten Monaten dramatisch erhöht. „Bis Anfang 2013 hatten wir zwei Unterkünfte mit 240 Flüchtlingen. Ende Januar 2015 waren es schon 14 Unterkünfte mit insgesamt 921 Personen aus 27 verschiedenen Ländern“, berichtet Renate Ehlers-Khan… Wenn pro Monat bis zu 100 neue Flüchtlinge kämen, könne man sie zurzeit noch unterbringen. Dass es inzwischen so viele Helferkreise gibt, hätte man sich vor ein paar Jahren nicht träumen lassen. So entlasten die Ehrenamtlichen nicht nur bei Deutschkursen oder Hausaufgabenbetreuung, sondern bringen den Flüchtlingen bei der Freizeitbetreuung die deutsche Kultur näher.
Kordula Kovac kann es sehr gut verstehen, dass die Menschen aus Syrien fliehen. Besonders schlimm sei derzeit auch die Situation der Menschen in Somalia. Bei einer Italienreise habe sie aber auch die Nöte der Italiener kennen gelernt, dennoch sei es verständlich, dass die Menschen über das Mittelmeer versuchen zu fliehen. Gut sei es, dass man in Deutschland über ein Einwanderungsgesetz nachdenke und man müsse auch überlegen, wie man mit Menschen umgeht, die hierher kommen, um zu arbeiten. Akuten Handlungsbedarf sieht Kovac im Bereich Kindergarten und Schule, wo Lehrkräfte damit konfrontiert werden, dass Flüchtlingskinder manchmal nur für ein paar Wochen in eine Einrichtung kommen. Schwierig sei auch der Umgang mit noch minderjährigen Flüchtlingen. Im Landkreis werden minderjährige Flüchtlinge in besonderen Einrichtungen untergebracht. Problematisch sei auch die Aufnahme von Flüchtlingen aus Balkanländern, denn diese bekämen oftmals schnell eine Ablehnung ihres Asylbewerberverfahrens. „ Das ist ein großer Aufwand und im Grunde vergebene Liebesmüh“, so Ehlers-Khan.
Dass das Erlernen von Deutsch der Schlüssel für eine gelungene Integration ist, darin waren sich alle einig…. Auch in der Robert-Gerwig-Schule in Singen sei inzwischen eine pensionierte Lehrerin tätig, um Flüchtlingen im Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf mit Schwerpunkt Erwerb von Deutschkenntnissen (VAB-O) schnell zu helfen, berichtete die Kreisvorsitzende der Frauenunion, Heike Kornmayer. Die Chance auf eine gelungene Integration sei bei Menschen, die intellektuell gebildeter sind, höher. Gut ausgebildete Flüchtlinge wollen hier keinem zur Last fallen, ist auch die Erfahrung der Bundestagsabgeordneten Kordula Kovac. Sie habe in Gesprächen mit Vertretern von Wirtschaftsunternehmen im Land immer wieder gehört, dass diese eigentlich froh seien, wenn die Flüchtlinge als Fachkräfte in Deutschland blieben.“
Nach zwei Stunden endete diese öffentliche Veranstaltung bzw. Diskussion, an der sich auch MdB Andreas Jung und Kreisrätin Veronika Netzhammer engagiert beteiligten.



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